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Röntgenzurückhaltung gefährlich

Die besonders in Deutschland extrem ausgeprägte und prinzipiell vernünftig erscheinende Zurückhaltung bei Röntgenuntersuchungen sollte nicht übertrieben werden, denn sie hat eine gravierende Kehrseite: Viele versteckte Befunde bleiben schlichtweg unentdeckt. Dies hat besonders im zahnmedizinischen Bereich oftmals dramatische Konsequenzen. So werden häufig von den Zahnzwischenräumen ausgehende kariöse Defekte bei der Routineuntersuchung nicht festgestellt, weil sie nur im Röntgenbild hätten gesehen werden können. Wenn bereits erste Symptone auftreten, ist der Zahn oft nur noch durch eine Wurzelbehandlung und anschließende laborgefertigte Restauration - oder gar nicht mehr zu retten. Dagegen ermöglicht die röntgenologische Früherkennung meist die Reparatur durch eine kleine Füllung.



Panoramaschichtaufnahme
Bild 1
Ausschnittsbild des erkrankten Zahnes
Bild 2

Im vorliegenden Beispielfall sollte ein 17-jähriger Patient mit augenscheinlich kariesfreien Zähnen kieferorthopädisch behandelt werden. Ein während der Eingliederung der festsitzenden kieferorthopädischen Zahnspange angefertigtes Röntgenbild brachte einen ernüchternden Zufallsbefund zutage: Der zweite kleine Backenzahn oben links war von beiden (!) Zwischenräumen her tief kariös zerstört (dunkle Stellen in den Röntgenbildern, Bilder 1 und 2).



Fotos des erkrankten Zahnes
Bild 3
Defekte punktuell eröffnet
Bild 4
Defekte weiter eröffnet vor Entfernung der kariös zerstörten Zahnsubstanz
Bild 5

Selbst mit diesem Wissen waren die Defekte im Mund nicht nachvollziehbar, wie die Fotos direkt auf die Kaufläche sowie von außen und von innen zeigen (Bild 3).

Nach dem punktuellen Aufbohren wurde die fast unglaubliche Röntgendiagnose bestätigt (Bild 4), und schließlich zeigte sich die tatsächliche Ausdehnung der Defekte (Bild 5).



restaurierter Zahn
Bild 6

Die Reparatur war zwar noch mit direkten Füllungen aus mineralischem Komposit möglich (Bild 6), allerdings wäre der Zahn mit relativ hoher Sicherheit verloren gewesen, wenn nicht zufällig aus einem ganz anderen Grund (Kieferorthopädie) ein Röntgenbild angefertigt worden wäre.Aus der Erfahrung unzähliger vergleichbarer Fälle heraus lässt sich die Forderung nach mehr routinemäßigen Röntgenbildern ableiten, auch wenn sich darauf glücklicherweise oftmals dann doch nichts Krankhaftes entdecken lässt.

 

Die dafür erforderlichen Strahlenbelastungen stehen dazu keineswegs im Widerspruch, denn sie halten sich in modernen Röntgengeräten in niedrigen Grenzen. So entspricht eine Komplettübersicht des gesamten Gebisses (erstes Bild oben links) etwa der Strahlenbelastung, der man auf einem Flug von Frankfurt nach New York aus dem Weltall ausgesetzt ist. Da bekanntlich nicht alle Geschäftleute, die täglich um den Globus fliegen, verstrahlt sind, sollte die Zurückhaltung beim Röntgen genauso sorgfältig überdacht werden wie die Anfertigung jeder Aufnahme.



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